Sonnige Weihnachten

Molo!
Jetzt, wo die Ferien fast vorbei sind habe ich mal wieder die Zeit gefunden, euch ein bisschen auf dem Laufenden zu halten. In den letzten paar Wochen hatte ich ein echt volles Programm, denn die freie Zeit musste ja gut ausgenutzt werden und ich wollte möglichst viel vom Land entdecken. Dabei habe ich es in der Vorweihnachtszeit ganz ruhig angehen lassen und bin mit Franzi aus Port Elisabeth und Jona nach Bulungula zu Jasmin und Jan gefahren. Obwohl die Fahrt, nachdem wir einen Platten hatten und mit Ersatzreifen weiterfahren mussten, etwas stressig wurde, da die Dirtroad, die nach Bulungula führt alles andere als Hyundai i 10 gerecht ist und es wesentlich mehr Schlaglöcher als ebene Straße gibt, sind wir dennoch heile und nur ein bisschen müde dort angekommen. Die nächsten Tage haben wir dann mit einer gesunden Mischung aus Surfen, Schwimmen, Spazieren, Dart spielen und Backen auf einem Grillrost über dem Gasherd verbracht, sodass auch ja keine Langeweile aufkommen konnte. Nach der Zeit zum Runterkommen haben wir uns dann zu Fuß auf den Weg von Bulungula nach Coffee-Bay gemacht, wobei wir eine Nacht in Lubanzi verbracht haben, um uns von der ersten 6h Etappe zu erholen. Das Wetter war wunderschön zum Wandern, wenn nicht sogar etwas zu sonnig, und so konnten wir beim Hole in the Wall noch eine kleine Schwimmpause einlegen. Auf das erste Problem stießen wir dann, als wir unsere ganzen Wanderrucksäcke über den Fluss transportieren mussten, der wesentlich tiefer war als zu Beginn erwartet. Glücklicherweise hatte eine Familie aus Pretoria Surfbretter dabei, die wir uns netterweise als Hilfsmittel ausleihen durften. Also hieß es dann schieben, damit auch ja nichts nass wird und die kleine Abkühlung im Fluss hat auch nicht geschadet. Weiter ging es dann Hügel hoch und Hügel runter, dabei konnten wir die wunderschöne Aussicht genießen und uns damit von unseren müden Füßen und Beinen ablenken. Das letzte Hindernis vor C-Bay war dann ein Hügel, auf den wir aus Faulheit nicht ganz klettern und ein bisschen Zeit sparen wollten. Der Weg, den wir stattdessen am Abhang gegangen sind, gehörte aber letztendlich nicht zum offiziellen Wanderweg und war unebener und näher am „Abgrund“ als erwartet, sodass uns Kinder, die in der Nähe gewohnt haben, uns den leichtesten Weg nach unten zeigen mussten, der mit den schweren Rucksäcken immer noch alles andere als einfach zu bewältigen war. Auch wenn ich die Wanderung sehr genossen habe, habe ich mich dann doch mit den anderen dazu entschieden, den Rückweg mit einem Taxi und dem offiziellen Shuttle zur Bulungula Lodge anzutreten, da uns die ein oder andere Blase nicht erspart geblieben ist. So sind wir dann letztendlich auf einem Pickup gelandet, der in 2 Stunden die Strecke geschafft hat, für die ich mit dem Mietauto fast das Doppelte gebraucht hatte. Unser letzter Programmpunkt in Bulungula war dann eine Kanutour, sodass wir das schöne Wetter noch einmal richtig ausnutzen konnten. Die letzte Nacht haben wir dann ein Lagerfeuer und Stockbrot gemacht und danach am Strand geschlafen und die unzähligen Sterne und viele Sternschnuppen bewundert, wobei der einzige Nachteil war, dass man schon um 5 Uhr morgens mit Sonnenbrand aufgewacht ist. Dann haben wir uns auch schon auf den Heimweg gemacht, um Weihnachten zuhause in Berlin zu verbringen.
Am Heiligabend kam dann auch so richtig Weihnachtsstimmung auf. Natürlich ist es nicht dasselbe wie in Deutschland, dafür war es viel zu warm und auch die Familie hat irgendwie gefehlt, aber immerhin der Regen und der graue Himmel haben ins Bild gepasst. Nachmittags haben wir Karten gespielt, Kekse erst gebacken und dann gegessen, selbstgemachten Glühwein getrunken und sogar einen Tannenbaum, genauer gesagt einen Thorn Tree, aus dem Busch geholt, den wir dann selber dekoriert haben. Das Weihnachtsessen haben wir alle gemeinsam gekocht und dann eine kleine Bescherung gemacht, da wir als WG gewichtelt haben. Den ersten Weihnachtstag haben wir bei Le-Anne, einer der Lehrerinnen der Pre-Primary verbracht, die auf ihrer Farm ein kleines Familienfest veranstaltet hat, zu dem wir netterweise eingeladen wurden. Dort wurde dann gegrillt, mit sowohl Hunden, als auch Kindern gespielt und viel geredet. Davor waren wir noch bei einem Weihnachtsgottesdienst in East London, der sogar von einem Pastor gehalten wurde, der auch deutsch reden kann, was zwar etwas ungewohnt, aber trotzdem irgendwie schön war. Der zweite Weihnachtstag wurde dann nur noch dazu genutzt, das Fest in Ruhe ausklingen zu lassen und Vorbereitungen für den nächsten Road Trip zu machen, über den ich aber erst in dem nächsten Eintrag berichten werde, da dieser hier sonst zu lang wird.
Bis dahin und ganz liebe Grüße nach Deutschland,
eure Lina

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