Abenteuerurlaub

Molo!
Weiter geht es mit meinen Ferienberichten! Da ihr es natürlich alle nicht erwarten konntet, weiter zu lesen, mache ich mich heute direkt daran, auch die Zeit nach Weihnachten für euch zusammenzufassen. Direkt nach den Feiertagen ist Valentin, ein Freund von Jan aus Bulungula in East London gelandet, sodass wir uns dann schon vor Neujahr auf den Weg in Richtung Capetown, die Garden Route entlang, machen konnten. Unser erster Zwischenstopp war dann in Port Alfred, wo wir (David aus PA, Jan, Jasmin, Valentin, Jona und Ich) ein eher unspektakuläres Silvester mit etwa 5 Raketen und fehlendem Countdown verbracht haben. Trotz alldem haben wir uns eine schöne Zeit gemacht und ganz in südafrikanischer Tradition bei Sonnenschein gegrillt und mit dem Hund der Vermieterin geknuddelt. Für mich war es etwas ungewohnt, am letzten Tag des Jahres im Meer schwimmen zu gehen und in den Dünen rauf und runter zu rennen, aber ich könnte mich durchaus daran gewöhnen. In Port Elisabeth hatte ich leider eine Blasenentzündung und konnte daher dort bis auf eine Tour durch den Addo Elephant Park nicht so viel unternehmen, konnte mich aber zum Glück schnell auskurieren, sodass ich in Jeffreys Bay schon wieder schwimmen und shoppen konnte. Nicht weit von dem Haus der Freiwilligen ist nämlich ein „Waterfall“, bei dem man für 20 Rand, also umgerechnet etwa 1,30Euro, von 6 oder 12m hohen Klippen springen, sich mit einer Zipline ins Wasser stürzen, oder den kleinen Wasserfall herunterrutschen kann. Den Spaß konnte ich mir natürlich nicht nehmen lassen, und auch wenn es viel Überwindung und auch Überzeugungsarbeit aller Anwesenden gekostet hat, habe ich letztendlich den 12m Sprung gewagt. Das Freiwilligenhaus liegt in einer Gated Community, was in mir eher die Vorstellung einer Scheinwelt erweckt hat und wo ich persönlich mich eher weniger wohl gefühlt habe. Grade die Tatsache, dass man bei jedem Weg in die Innenstadt an dem Township vorbeigefahren ist und einem dort die riesigen Unterschiede besonders vor Augen geführt wurden, hat es für mich sehr schwer gemacht, die Zeit dort ohne schlechtes Gewissen zu genießen.
Mein persönliches Highlight des Roadtrips war dann der Bloukrans Bungy in Plettenberg Bay, den wir mit der ganzen Gruppe gemacht haben. Zuerst wurde man eingeschnallt, auf die Brücke geführt und kurz eingewiesen, was man tun und lassen sollte. Der Weg zur Sprungplattform war für einige schon fast zu viel, da man über ein Gitter unter der Brücke laufen musste und so schon eine gute Aussicht darauf hatte, was man im Fall alles beobachten kann. Auf der Plattform unter der Brücke selber herrschte dann eine super entspannte Stimmung, es wurde von einem DJ Musik gespielt und die meiste Zeit bis zu meinem Sprung habe ich damit verbracht, zu Tanzen und mit den Anderen zu quatschen. Ich war vor dem Sprung sehr lange nicht nervös, bis ich dann direkt vor der Kante stand und mit festgeschnallten Füßen und ohne meine Brille kurz davor war, zu springen. Der Sprung selber hat mir persönlich dann super viel Spaß gemacht, vor allem das Gefühl, einfach nur zu Fallen ist einfach unbeschreiblich schön und ich war vollgepumpt mit Adrenalin. Das war auf jeden Fall nicht das letzte Mal, dass ich mich aus 216m Höhe in die Tiefe gestürzt habe. Am nächsten Tag ging es dann direkt weiter nach Mossel Bay, und um das Adrenalinlevel aufrecht zu erhalten hatten wir uns nach dem Bungy spontan dazu entschieden, Canyoning zu machen. Dabei bekommt man einen Neoprenanzug und folgt dann unter Anleitung dem Flusslauf in einem Canyon, indem man sich zum Beispiel Abseilt, bis zu 8m hohe Klippen herunterspringt, sich an eine Zipline hängt oder im Flusslauf schwimmt. Wer mich kennt weiß, dass auch das genau das Richtige für mich war und ich unendlich viel Spaß hatte und auch die beiden Guides, die uns angeleitet und dabei die ganze Zeit lustige Sprüche und kleine Seitenhiebe eingebaut haben, waren eine große Bereicherung. Dann war es auch schon so weit und wir sind in Capetown angekommen, da dort jedoch zur Zeit eine starke Wasserknappheit herrscht und wir nicht auch noch zu dem Problem beitragen wollten, sind wir dort nur 2 Tage geblieben und haben uns den Signal Hill bei Nacht und den Table Mountain in der Mittagshitze angeschaut und Valentin beim Flughafen abgesetzt. Der Rückweg verlief dann wesentlich unspektakulärer, 2 Tage in hintereinander um die 6 Stunden bei etwa 35 Grad in einem Auto ohne Klimaanlage zu verbringen ist alles andere als angenehm und somit konnten mich dann nur noch das Tennis spielen in Mossel Bay und die Runde Paintball zum Abschluss in PE aufheitern. Und schon ging es mit dem Bus zurück nach Berlin, es war einfach ein super gutes Gefühl, wieder zuhause zu sein und die letzten paar Tage Ruhe zu genießen, bevor morgen die Schule wieder beginnt. Aber auch in Berlin gibt es News, denn uns steht Ende des Monats ein Umzug bevor. Da das jetzige Haus zu sehr geschimmelt hat und auch sonst in einem eher mangelhaften Zustand ist, haben wir uns in den letzten Tagen einige Alternativen angeschaut und uns schon recht sicher für ein Haus in der George Street, nur etwa 2 min von unserem jetzigen Haus entfernt, entschieden. So können wir in derselben Nachtbarschaft bleiben und nach wie vor mit den ganzen Kindern spielen. Da der Vertrag schon gekündigt ist und wir bis Ende Januar das Haus verlassen müssen wird es so langsam aber auch höchste Eisenbahn und es steht uns vermutlich eine recht stressige Zeit bevor. Auch wenn ich das alte Haus sicherlich vermissen werde, freue ich mich schon auf das neue, größere Haus und bin gespannt, wie sich alles entwickelt. Euch halte ich natürlich immer auf dem Laufenden.
Liebe Grüße,
eure Lina IMG-20180111-WA0014.jpgIMG-20180111-WA0013.jpgIMG-20180111-WA0012.jpgIMG-20180111-WA0010.jpgIMG-20180110-WA0013.jpgIMG-20180107-WA0104.jpgIMG-20180107-WA0069.jpgIMG-20180104-WA0017.jpg20180103_142913.jpgIMG-20180107-WA0039.jpg

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