Alles Neu

Molo!
Nach einigen sehr stressigen Wochen habe ich heute endlich mal wieder die Zeit (und das WLAN) gefunden, um euch wieder auf den neuesten Stand zu bringen. Denn in den letzten Wochen ist viel passiert in Berlin.
Die Schule hat wieder angefangen, was für Britta und mich nicht nur zu positiven Erfahrungen geführt hat. Dies liegt vor allem daran, dass auf unserem Stundenplan für den neuen Term auch Kopieren und Büroarbeit integriert wurden und wir dadurch in den ersten beiden Wochen täglich ein bis zwei Stunden damit verbracht haben, Kopien für die Lehrer zu machen oder Schreibwaren für die neuen Erstklässler zu sortieren. Wir haben mit Brett, unserem Mentor, über die Situation gesprochen und sind zu dem Schluss gekommen, dass er mit der Schulleiterin ein Treffen organisiert, bei dem wir ihr erzählen können, was genau uns stört. Ansonsten sollen wir jedoch weiter im Projekt bleiben, da die Schulleiterin im Gespräch mit Brett noch einmal betont hat, wie wichtig ihr unsere Mitarbeit an der Berlin Primary School ist. In dem Meeting mit ihr sind wir zu folgenden Übereinkünften gekommen: Wir werden die sechsten Klassen wieder im Unterricht bekommen, dafür wird ein Teil der Admin Arbeit gestrichen; Wir bekommen zwei Nachmittage die Woche frei, um Nachmittagsprojekte an anderen Schulen durchzuführen; Wir rotieren den Sportunterricht jetzt wöchentlich, sodass immer eine Woche Britta und ich für Organisation und Durchführung verantwortlich sind, und eine Woche Mrs Wesson; Wir werden daran beteiligt sein, eine Nachmittagsbetreuung an der Schule zu etablieren. Mit diesen Veränderungen bin ich zumindest fürs Erste sehr zufrieden, denn auch wenn kopieren und Lehrerunterstützung weiterhin Teil unseres Arbeitsalltags sind, haben wir dennoch mehr Freiheiten und die Möglichkeit, uns selbst zu verwirklichen.
Trotz dieses doch eher schweren Startes in das neue Schuljahr war es schön, die Kinder alle wieder zu sehen und vor allem die neuen Erstklässler, von denen ich viele schon aus der Pre-Primary kenne, haben es mir angetan. Die ersten beiden Tage habe ich vor allem die 1P begleitet, da noch kein Sportunterricht stattgefunden hat und als ich dann die ganzen Kinder aufgeregt in ihren Stühlen habe sitzen sehen, kamen auch bei mir die Erstklässler-Erinnerungen wieder hoch. Noch benehmen sich die kleinen super und sind mit den ganzen neuen Regeln so überfordert, dass es kaum eine Möglichkeit gibt, diese bewusst zu brechen, aber ich bin mir sicher, dass sich das bald ändern wird. Auch die neuen Spiele wie Plumssack oder Feuer, Wasser und Gefahr klappen bisher noch super und es ist jedes Mal eine Freude, mit den ersten Klassen aufs Feld zu gehen.
Für die größeren hat Mitte Januar die Athletiksaison begonnen. Dienstags und donnerstags bin ich nach wie vor beim Training mit dabei und übernehme meist eine kleine Gruppe, mit denen ich dann Kraftübungen, Koordinationsübungen oder Lauftraining mache. Die Wettbewerbe haben bisher an der Nkosinathi und der BP stattgefunden, am Wochenende geht es dann weiter in die nächste Runde nach East London. Einige der Sprinter haben echt gute Chancen und auch der U13 Junge, der 4,99m weit gesprungen ist, wird bestimmt ganz vorne mit dabei sein. Auch bei meinem anderen Nachmittagsprojekt läuft es mittlerweile echt gut. Am Freitag waren 35 Mädels beim Fußballtraining, sodass ich zu ersten Mal ein Testspiel über den ganzen Platz machen konnte. Leider muss ich jedoch ein Team aus maximal 20 der Spielerinnen zusammenstellen, da einige schlichtweg noch zu klein sind und ein vernünftiges Training so nicht wirklich möglich ist. Das tut mir vor allem leid, da ich mir am Anfang des Freiwilligenjahres vorgenommen hatte, jeden am Training teilnehmen zu lassen, der möchte. Einige der Spielerinnen haben sich jedoch zurecht beschwert, dass das Niveau mit den ganzen Newcomern eindeutig zu stark gesunken ist und sie lieber eine feste Mannschaft hätten.
Eine weitere große Veränderung ist unser neues Haus. Da das alte trotz aktiver Arbeit dagegen noch immer geschimmelt hat, durften wir uns Ende Dezember nach einem neuen umschauen und wurden dank der Hilfe von einer der Pre-School Lehrerinnen auch relativ schnell fündig. Zum fünften Februar durften wir dann endlich einziehen, da das Haus vorher noch gründlich renoviert wurde und jetzt sind wir stolze Besitzer eines großen (möglicherweise auch Gemüse-) Gartens, einem wesentlich geräumigeren Haus mit hohen Decken und einer vom Haus abgetrennten Garage. Beim Umzug hat uns vor allem Lasse, ein ehemaliger Berlin- Freiwilliger geholfen, aber auch Brett ist mit einem Anhänger aus East London gekommen, um die größeren Sachen zu transportieren. Jetzt sind wir endlich vollständig eingerichtet und haben, da das Haus zum Glück nur eine Nebenstraße von dem alten entfernt ist, immer noch regelmäßig Besuch von unseren kleinen Nachbarskindern, die jetzt gerne zum Spielen vorbeikommen. Für Wasserschlachten, gemeinsames Twister-Spielen und Kuchen essen ist das Haus nämlich bestens geeignet.
Das war es auch schon wieder mit News aus Berlin, vielen Dank für euer Interesse und ganz liebe Grüße aus Südafrika, eure Lina.20180214_103335.jpgIMG-20180205-WA0015.jpgIMG-20180205-WA0016.jpg20180205_124835.jpgIMG-20180204-WA0009.jpg

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