Zurück in den Alltag

Molo!
Mittlerweile habe ich (fast) wieder zurück in den normalen Schulalltag gefunden und das ist auch gut so, denn ich will die letzten paar Monate so gut nutzen wie es nur irgendwie möglich ist. Das ist natürlich auch der Hauptgrund für meine immer seltener werdenden Blogeinträge und nicht etwa fehlende Motivation oder Freizeit. Der jetzige zweite Term ist für die Wintersportarten wie Rugby, Soccer, Netball und Hockey ausgelegt, weshalb in letzter Zeit fast wöchentlich Spiele an der Berlin Primary School stattgefunden haben. Auch die Kinder der Pre-School sind dann immer begeisterte Zuschauer, da deren Transport meist noch auf die Kinder warten muss, die länger Fußball spielen. Dabei ist unserem Security-Guard die ehrenvolle Aufgabe zugekommen, die Spiele zu pfeifen was mich mindestens genauso sehr gefreut hat wie ihn. Auch gefreut hat mich die Tatsache, dass die offiziell von der Schule eingestellte Sportlehrerin jetzt nur noch selten mit in den Sportunterricht kommt, da sie diverse Hockeyveranstaltungen vorbereiten muss und somit Britta und ich mehr und mehr Verantwortung und Eigeninitiative in den Sportunterricht mit einbringen können. Im Office unserer Schule können sich die Kinder bei kleineren Verletzungen ein Pflaster abholen, aber da dieses schon einige Meter vom Sportfeld entfernt ist, habe ich mich dazu entschieden, immer ein eigenes erste Hilfe Set in meiner Tasche dabei zu haben. Leider ist mir diese Idee wie so oft erst gekommen, nachdem etwas passiert ist und sich eine Schülerin der ersten Klasse das Bein an einem Torpfosten aufgerissen hat. Mittlerweile ist die Wunde zum Glück wieder verheilt und dem Mädchen geht es gut. In meinen Performing Arts Stunden singe ich mittlerweile öfter deutsche Lieder mit den Kindern, lasse mir aber auch traditionelle Lieder auf Xhosa von ihnen vorstellen, was immer sehr interessant ist. Zu meinen neuen Aufgaben an der Schule zählt des Weiteren das Trainieren des Unter 8, sowie des Unter 9 Boys-Soccer Teams, was ich mithilfe einer Lehrerin und älteren Schülern gestalte. Da diese Lehrerin jedoch noch nie etwas mit Fußball zu tun hatte, verbringe ich die Hälfte der Zeit noch damit, ihr die allgemeinen Regeln zu erklären, aber das wird sich ja bald ändern. Meistens begleite ich auch das Basketball Training einmal die Woche, zu dem viele Kinder aus dem Township um die Nkosinathi kommen und dadurch immer echt viel los ist. Den meisten Spaß hatte ich bei einem Fußballtraining in Ilitha, bei dem nur 3 meiner Mädels tatsächlich da waren. Es hatte sich schon am Vormittag angebahnt, dass es später noch regnen würde, aber ich bin trotzdem zum Platz gefahren, nur um zu schauen, ob nicht vielleicht doch jemand da ist. Auf dem Weg hat es dann schon angefangen zu tröpfeln und als ich kurz vor dem Platz war hat es schon in Strömen geregnet. Die drei Mädels habe ich dann auf der Straße nach Hause laufen sehen und sie kurzerhand mit ins Auto genommen, um wenigstens ein bisschen zu quatschen. Die 3, alle noch relativ neu beim Training, waren aber so motiviert, dass wir erst im Regen ein paar Runden gelaufen sind und dann ein paar kleinere Spiele gemacht haben, bevor ich sie nach Hause gebracht habe und zum Teil sogar den Eltern/ der Familie vorgestellt wurde.
Meinen Geburtstag habe ich mit einigen andern Freiwilligen aus Port Elizabeth und Bulungula sowie mit einigen Locals gefeiert, und auch wenn die Familie natürlich weit weg war, hatte ich einen sehr schönen Tag. Am nächsten Wochenende, dass durch den Freedom Day stark verlängert war, bin ich mit Britta und Jona nach Bulungula gefahren, um mir dort ein paar schöne Tage zu machen. Dieser Plan ist auf jeden Fall aufgegangen denn wir konnten zum einen das von Jan und Jasmin mit aufgebaute und eingerichtete Jugendzentrum anschauen und den Tischkicker, die Slackline und den Billardtisch schon testen, zum andern haben wir auch wieder ein Lagerfeuer am Strand gemacht, waren surfen und haben gaaanz viel entspannt. Außerdem haben wir viel gebacken (und ergo auch viel gegessen), Hühner und Schweine gefüttert und versucht, am Strand zu schlafen, aber da es hier so langsam Winter wird ist uns dieses Unterfangen nicht ganz gelungen und wir mussten mitten in der Nacht in die „Wärme“ des Hauses zurück. Letzten Sonntag waren Britta und ich in der Kirche im Township, wo wir sehr herzlich empfangen wurden und die musikalische Natur der meisten Leute hier sehr bewundern durften. Leider dauert der Gottesdienst hier mehrere Stunden, weshalb es vermutlich nicht unsere neue Freizeitbeschäftigung wird, es war aber nichtsdestotrotz eine sehr schöne Erfahrung.
Das war es vorerst aus Südafrika, Liebe Grüße eure Lina 20180508_123456.jpgIMG-20180508-WA0001.jpgIMG-20180507-WA0007.jpg20180505_164548.jpg20180505_124109.jpgIMG-20180504-WA0009.jpg20180429_135615.jpg20180426_101043.jpg

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